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Sind wir Schuld am Müll in Afrika? Zur Geschichte des globalen Handelsmit giftigen Abfallstoffen (Dr. Simone Müller, Rachel Carson Center, LMU München)

Wann 07.11.2019
von 18:15 bis 19:45
Wo HS 1098, KG I
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Elektroschrott in Afrika, Plastik in China, Müllverbrennungsasche in der Karibik – diese Müllmaterialien eint ihr Ursprungsland, die Vereinigten Staaten von Amerika. Vor allem seit dem Aufkommen der modernen Umweltbewegung in den 1970er Jahren, setzte sich auch der Müll in Bewegung. Steigende Entsorgungskosten und wachsende Proteste in den Industrieländern verführten Müllhändler zum Export im großen Stil in, laut damaligem Weltbankvizepräsident Lawrence Summers, „untervermüllte Regionen“ der Welt – den globalen Süden.

Der Vortrag erarbeitet die Geschichte des globalen Handels mit giftigen Abfall-stoffen von den 1970er Jahren bis heute. Er bespricht die außenpolitischen Auswirkungen innenpolitischer Umwelt-politik, die Problematik internationaler Regelungen und die erfolgreiche Geschichte von Protesten und Aktivismus gegen derartige Müllexportpraktiken aus den Importländern heraus.

Weitere Beiträge und Informationen der Vortragsreihe "Mensch, Macht und Müll. Abfallpolitik in einer globalisierten Welt" der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie in Freiburg finden Sie hier.