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Laufende Projekte

Laufende Projekte am Institut für Ethnologie Freiburg

 

The New Silk Road: National Visions and Everyday Imaginaries of Modernity in Eurasia

Ein Großteil der bisherigen wissenschaftlichen Beschäftigung mit der chinesischen „Belt-and-Road Initiative“ (BRI) konzentriert sich auf neue wirtschaftliche Korridore, Verschiebungen in der geopolitischen Tektonik, und die Frage was dies letztlich für “den Westen” bedeutet.
Unser Vorhaben möchte einen alternativen Zugang zur BRI eröffnen. In den Blick genommen wird, wie chinesische Vorstellungen von Modernität und Entwicklung im gesellschaftlichen Alltag des benachbarten Kasachstans rezipiert werden. Inwiefern entstehen hier hybride Gebilde multipler Modernitäten mit dem Bezugspunkt China, Aversionen gegen eine chinesische Hegemonie oder sogar nationalistische Sinophobien?


Projektleiter*in
Dr. Philipp Schröder (Institut für Ethnologie
Dr. René Trappel (Institut für Sinologie)

Förderorganisation:
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, „Innovationsfonds Forschung“

 

DAAD Förderprogramm INTEGRA

Studieninteressierte Geflüchtete wurden bereits in den letzten Jahren seitens des DAAD durch Sprach- und Fachkurse auf ein Studium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vorbereitet. In dem neuen Förderzeitraum des INTEGRA-Programm 2019/2020 wird dieser Fokus erweitert, statt indem Studieninteressierte mit Fluchtgeschichte intensiv in der Studienorientierung und in der Einstiegsphase in ein Studium unterstützt werden. Die Koordinationsstelle des Programms bietet dafür ein vielfältiges Workshop Programm an. Das Ethnologische Institut beteiligt sich daran, durch ein Tandem-Seminar, indem studieninteressierte Geflüchtete gemeinsam mit Studierenden der Ethnologie, sich mittels qualitativer Methodenanwendung mit der akademischen Hochschulkultur an der Albert-Ludwigs-Universität auseinandersetzen. Mehr zum Projekt hier.


Projektname: Koordinationsstelle für das Studium von Geflüchteten und zielgruppenspezifisches Workshop-Programm
Projektverantwortliche Universität: Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger
Projektverantwortliche Ethnologisches Institut: Prof. Dr. Judith Schlehe
Laufzeit: 01.01.2019 - 31.03.2020
Projektbearbeiter*innen: Dr. Saskia Walther, Dr. Rebecca Hofmann
Förderorganisation: DAAD, Förderungprogramm INTEGRA

 

Internationales Lehrforschungs-Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Gadjah Mada Universität, Yogyakarta, Indonesien

Seit 2004 werden gemeinsame Feldforschungen von Ethnologie-Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Gadjah Mada Universität Yogyakarta (UGM) in jährlichem Wechsel in Deutschland und in Indonesien durchgeführt. Während zu Beginn der Kooperation in Tandems jeweils ein/e Freiburger Studierende/r mit einer StudentIn der UGM zusammen forschte, hat sich das Projekt mittlerweile zu einer kooperativen Forschung in studentischen Kleingruppen entwickelt. Von 2011-2017 forschten die Ethnologiestudierenden mit Studierenden der Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen) beider Universitäten zusammen. Unter dem Titel From Tandem to Teamwork: A Training Model for Fieldresearch Across Cultural and Disciplinary Boundaries wurde die Kooperation von 2014-2017 außerdem um eine weitere Universität in Indonesien ausgeweitet (Hasanuddin University, Makassar).
 

Seit 2018 ist auch die Universität Basel im Rahmen von European Campus in das Projekt integriert. Von 2018-2021 wird es unter dem Titel „Internationale Tandem-Lehrforschungskooperation“ von den beteiligten Universitäten (Freiburg, Basel, Yogyakarta) finanziert.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Judith Schlehe
Laufzeit: 1.1.2018 – 31.12.2021
Förderung durch den Strategiefond der Universität Freiburg, durch die Universität Basel und die Gadjah Mada Universität

 

Einen Artikel des Spiegelonline zum Thema finden Sie hier.

Mehr zur
Lehrforschungskooperation finden sie auf unserer Website.

 

Gottesdienst als Mußeraum? Alltagsreligiosität und Gottesdiensterfahrung in Namibia.

Das TP untersucht Muße aus religionsethnologischer Perspektive. Es analysiert unterschiedliche Gottesdienstformen im Norden Namibias mit den Kategorien des SFB und fragt nach Überschneidungen und Grenzen von Mußepraktiken und gottesdienstlichem Handeln. Dabei nimmt es die in vorhersagbaren Abläufen ritualisierten Gottesdienste einer anglikanischen historischen Missionskirche und die stärker ereignishaften, von Inspiration und kathartischer Erfahrung geprägten Gottesdienste charismatischer Kirchen vergleichend in den Blick.


Ansprechpartner: Dobler Gregor
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.01.2017
Projektende: voraussichtlich 31.12.2020
Projektleitung: Gregor Dobler

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Ethnologie

Werthmannstr. 10
79098 Freiburg i. Br.

Telefon: +49-(0)761/203-3593
Fax: +49-(0)761/203-3581
Email: sekretariat@ethno.uni-freiburg.de
http://www.ethno.uni-freiburg.de/

 

http://www.sfb1015.uni-freiburg.de

Nähere Informationen zur ersten Projektphase mit dem Titel "Die Performativität von Muße: Praktiken freier Zeit in zwei bäuerlichen Gesellschaften" finden Sie hier.

 

Unsicherheit, Angst und Misstrauen in Buenos Aires – Vertrauensbildung im Umfeld von Strafgerichtsprozessen

In Argentiniens Metropolregion Buenos Aires besteht eine über die letzten Jahrzehnte gewachsene Vertrauensproblematik, die sowohl das Verhältnis der Bürger zum Staat als auch der Bürger untereinander bestimmt. Misstrauen und Angst vor Kriminalität sind Empfindungen, welche sich in Buenos Aires ausbreiten und welche dazu führen, dass Bevölkerungsgruppen, die mit Delinquenz assoziiert werden, zusehends marginalisiert werden. Da Kriminalität häufig mit Armut in Verbindung gesetzt wird, bedeutet dies konkret, dass soziale Spannungen zwischen unterschiedlichen sozio-ökonomischen Gruppen entstehen und Differenz zum 'Anderen' deutlich markiert wird.

Das Forschungsvorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang zwischen diesem gesellschaftlichen Misstrauen und dem Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen zu beleuchten und zu klären, in welchem Umfang staatliche Institutionen zur Schaffung und Konsolidierung von Vertrauen beitragen und somit die Entschärfung von sozialen Konflikten begünstigen können. Der Fokus wird dabei auf die Strafjustiz gelegt. Die an Gerichtsverhandlung beteiligten Personengruppen, wie Richter, Justizbeamte, Strafverteidiger, Angeklagte, Zeugen, Journalisten, etc. werden ins Blickfeld genommen, um zu ergründen, welche sozial und kulturell geprägten Wahrnehmungen vom jeweils 'Anderen' die Vertrauenskonstitution beeinflussen. Das Projekt verfolgt so das Ziel, das Verhältnis zwischen persönliche aber professionelle Vertrauensverhältnisse und institutionellem Vertrauen zu ergründen.

Projektleitung: Dr. Ingo Rohrer
Laufzeit: 01.03.2016 – 28.02.2019
Förderorganisation: DFG eigene Stelle

 

Freiburger Forschungsdatenbank

Den Forschungsbericht des Instituts für Ethnologie finden Sie auf den Seiten der Freiburger Forschungsdatenbank: