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Laufende Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte am Institut für Ethnologie Freiburg


Internationales Lehrforschungs-Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Gadjah Mada Universität, Yogyakarta, Indonesien

 

Seit 2004 werden gemeinsame Feldforschungen von Ethnologie-Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Gadjah Mada Universität Yogyakarta (UGM) in jährlichem Wechsel in Deutschland und in Indonesien durchgeführt. Während zu Beginn der Kooperation in Tandems jeweils ein/e Freiburger Studierende/r mit einer StudentIn der UGM zusammen forschte, hat sich das Projekt mittlerweile zu einer kooperativen Forschung in studentischen Kleingruppen entwickelt. Eine Veränderung, die nicht zuletzt durch die interdisziplinäre Erweiterung der Lehrforschung zustande kam. Seit 2011 forschen die Ethnologiestudierenden mit Studierenden der Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen) beider Universitäten zusammen. Unter dem Titel From Tandem to Teamwork: A Training Model for Fieldresearch Across Cultural and Disciplinary Boundaries wurde die Kooperation ab 2014 außerdem um eine weitere Universität in Indonesien ausgeweitet (Hasanuddin University, Makassar).


Projektverantwortliche: Prof. Dr. Judith Schlehe
Laufzeit: 1.1.2014 – 31.12.2017
Förderorganisation: Deutscher Akademischer Austauschdienst DAAD (Programm „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern“)

 

Einen Artikel des Spiegelonline zum Thema finden Sie hier.

Mehr zur
Lehrforschungskooperation finden sie auf unserer Website.

 

 

Die Performativität von Muße: Praktiken freier Zeit in zwei bäuerlichen Gesellschaften

 
Mit ethnographischen Methoden werden in in diesem Teilporjekt des SFB 1015 „Muße – Konzepte, Räume, Figuren“ zwei unterschiedlichen bäuerlichen Gesellschaften Praktiken freier Zeit in ihrem Verhältnis zum jeweiligen Arbeitsalltag untersucht. In doppeltem Vergleich stehen in Westfrankreich Bauern und Handwerker, in Nordnamibia Bauern und Arbeitslose im Mittelpunkt. Von der Notwendigkeit einer performativen Abgrenzung zwischen freier Zeit und Arbeitszeit ausgehend, sucht das Teilprojekt einen empirisch abgesicherten Zugang zu Mußepraktiken und analysiert körperliche Praktiken als Voraussetzungen ihrer Entstehung.

 

Ansprechpartner: Dobler Gregor

Projektlaufzeit:

Projektbeginn: 01.01.2013
Projektende: voraussichtlich 31.12.2016

Projektleitung: Gregor Dobler

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Ethnologie

Werthmannstr. 10
79098 Freiburg i. Br.

Telefon: +49-(0)761/203-3593
Fax: +49-(0)761/203-3581
Email:
sekretariat@ethno.uni-freiburg.de
http://www.ethno.uni-freiburg.de/

http://www.sfb1015.uni-freiburg.de

 

 

Nähere Informationen zur zweiten Projektphase mit dem Titel "Gottesdienst als Mußeraum? Alltagsreligiosität und Gottesdiensterfahrung in Namibia" finden Sie hier

 


Unsicherheit, Angst und Misstrauen in Buenos Aires – Vertrauensbildung im Umfeld von Strafgerichtsprozessen

In Argentiniens Metropolregion Buenos Aires besteht eine über die letzten Jahrzehnte gewachsene Vertrauensproblematik, die sowohl das Verhältnis der Bürger zum Staat als auch der Bürger untereinander bestimmt. Misstrauen und Angst vor Kriminalität sind Empfindungen, welche sich in Buenos Aires ausbreiten und welche dazu führen, dass Bevölkerungsgruppen, die mit Delinquenz assoziiert werden, zusehends marginalisiert werden. Da Kriminalität häufig mit Armut in Verbindung gesetzt wird, bedeutet dies konkret, dass soziale Spannungen zwischen unterschiedlichen sozio-ökonomischen Gruppen entstehen und Differenz zum 'Anderen' deutlich markiert wird.

Das Forschungsvorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang zwischen diesem gesellschaftlichen Misstrauen und dem Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen zu beleuchten und zu klären, in welchem Umfang staatliche Institutionen zur Schaffung und Konsolidierung von Vertrauen beitragen und somit die Entschärfung von sozialen Konflikten begünstigen können. Der Fokus wird dabei auf die Strafjustiz gelegt. Die an Gerichtsverhandlung beteiligten Personengruppen, wie Richter, Justizbeamte, Strafverteidiger, Angeklagte, Zeugen, Journalisten, etc. werden ins Blickfeld genommen, um zu ergründen, welche sozial und kulturell geprägten Wahrnehmungen vom jeweils 'Anderen' die Vertrauenskonstitution beeinflussen. Das Projekt verfolgt so das Ziel, das Verhältnis zwischen persönliche aber professionelle Vertrauensverhältnisse und institutionellem Vertrauen zu ergründen.

Projektleitung: Dr. Ingo Rohrer
Laufzeit: 01.03.2016 – 28.02.2019
Förderorganisation: DFG eigene Stelle

Freiburger Forschungsdatenbank

 
Den Forschungsbericht des Instituts für Ethnologie finden Sie auf den Seiten der Freiburger Forschungsdatenbank:
 

 

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