Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Ethnologie und Berufspraxis Erzählcafés "Ethnologie und Beruf"
Artikelaktionen

Erzählcafés "Ethnologie und Beruf"

Studierende haben hier die Möglichkeit mit Gästen aus verschiedenen Berufsfeldern in Dialog zu treten.

Sommersemester 2018

In diesem Semester finden wieder vier Erzählcafés statt, in welchen mögliche Berufsperspektiven als Ethnolog*innen diskutiert werden.  Bei den Veranstaltungen erzählen die Referent*innen von ihren Erfahrungen aus der Praxis und es gibt Zeit und Raum für Fragen und Diskussionen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Termine hierfür sind:

  • Do 3. Mai 18 Uhr c.t.:  Erzählcafé „Bildungsarbeit und Ethnologie“, Eine Welt Forum Freiburg, mit Dagmar Große, Julia Kolbinger, Jonas Bauschert

 

  • Do 7. Juni 18 Uhr c.t.: Erzählcafé „Interkulturelle Trainings, Tourismus und Sicherheitsberatung“ mit Dr. Kundri Bauer (Ethnologin, interkulturelle Expertin, Dozentin)

 

  • Do 21. Juni 18 Uhr c.t.: Erzählcafé „Mut zur Umsetzung. Bericht über ein anwendungsbezogenes ethnologisches Berufsleben“ mit Dr. Lilo Roost Vischer (Ethnologin, Religionswissenschaftlerin)

 

  • Do 5. Juli 18 Uhr c.t.:E rzählcafe „Soziale Arbeit vs. Ethnologie? Vom Vorteil transdisziplinärer Teams im Arbeitsfeld Migration“ mit Dr. Angelika Mölbert, DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz e.V. 

 

 Außerdem wird es einen Workshop geben:

  • Fr 8. Juni 10:00 c.t. -13:45 Uhr : Workshop "Wohin geht es nach dem Studium? Berufsorientierung  und Kompetenzenanalyse für EthnologInnen“  mit Dr. Sarah Weber, Trainerin, Beraterin und Coach

 

 

 

Wintersemester 2017/18

  • 16.11.2017: Dr. Anette Rein (bfe – Bundesverband freiberuflicher Ethnolog_innen, http://www.bundesverband-ethnologie.de/)

    Am 16. November 2017 fand das erste Erzählcafé als Teil einer Veranstaltungsreihe statt, die im Rahmen des Seminars „Angewandte Ethnologie und Berufspraxis“ realisiert wird. Während des ersten Teils der insgesamt vierstündigen Veranstaltung tauschten sich die SeminarteilnehmerInnen mit Dr. Anette Rein aus. Der zweite Teil hingegen war für alle interessierten BesucherInnen geöffnet. Unter der Mitorganisation der TeilnehmerInnen des Seminars und der Fachschaft sprach Dr. Anette Rein, selbstständige Ethnologin und Vorsitzende des Bundesverbandes freiberuflicher EthnologInnen e.V. (bfe), über die Arbeit ihres Vereins sowie über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Selbstständigkeit als GeisteswissenschaftlerIn. Der erste Teil der Veranstaltung bestand aus einem Vortrag über die Entstehungsgeschichte und die spezifischen Arbeitsfelder des bfe. Zu jedem der drei großen Themenfelder, das heißt zu der Geschichte und dem Aufbau des bfe, den Bedingungen für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und den Sprung in die Selbstständigkeit durften die SeminarteilnehmerInnen Aspekte und Fragen festhalten, die ihnen besonders interessant erschienen. Diese wurden im zweiten Teil der Veranstaltung den neu hinzugekommenen BesucherInnen präsentiert und dienten der Orientierung und Gesprächsführung. Insbesondere die Möglichkeiten der Repräsentation der Ethnologie in der Öffentlichkeit oder die Frage, wie das im Studium Erlernte potenziellen Arbeitgebern gewinnbringend vermittelt werden könnte, spielten hierbei eine Rolle. Es wurden auch sehr persönliche Gedanken über die eigene Zukunft als EthnologIn angesprochen. Somit entwickelte sich eine angeregte Diskussion zwischen den Anwesenden und Anette Rein, die den Studierenden auf sehr lebendige sowie informative Art und Weise mit Rat und Tat zur Seite stand.

    foto erzählcafe rein ii

    foto erzählcafe rein i

     
  •  07.12.2017: Workshop: Wege in die Promotion

    Am 07. Dezember fand von 16 bis 18 Uhr der Workshop „Wege zur Promotion“ des Instituts für Ethnologie statt. Neben Dr. des. Saskia Walther, die den Workshop organisierte, berichteten Dr. Philipp Schröder, Dr. Ingo Rohrer, Moritz Heck und Martin Büdel von ihren persönlichen Erfahrungen hinsichtlich ihrer Promotion. Zu Beginn der Veranstaltung diskutierten die Studierenden zunächst untereinander das Für und Wider zu Promovieren. In diesem Rahmen wurden unter anderem Unsicherheiten bezüglich der Finanzierung, der Arbeitsbelastung und der Familiengründung angesprochen sowie auch über die Möglichkeiten und beruflichen Perspektiven diskutiert, die sich durch eine Promotion auch außerhalb der Universität ergeben. Besonders wurde die Möglichkeit hervorgehoben sich – der eigenen Neugier und dem eigenen Interesse folgend – intensiv mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen und so eine Expertise in einem spezifischen Feld zu entwickeln. Die daran anschließenden persönlichen Berichte der anwesenden DoktorInnen und DoktorandInnen ermöglichten den Studierenden einen Einblick in die zuvor diskutierten Aspekte sowie in die diversen Möglichkeiten und Wege zur Promotion. Zudem bot der letzte Teil des Workshops, der in einer offenen Gesprächsrunde bestand, Raum für weitere Fragen und den Austausch untereinander.

    foto_wege in die promotion i.jpg

    foto_wege in die promotion ii.jpg

 

  • 14.12.2017: Dr. Ingrid Wiederschwinger (Personalberatung, Berufsorientierung, Coaching).

    Im Rahmen des dritten Erzählcafés am 14. Dezember 2017, das im Zuge des Seminars „Angewandte Ethnologie und Berufspraxis“ stattfand, berichtete die Ethnologin Dr. Ingrid Wiederschwinger auf sehr persönliche Weise von ihrem beruflichen Werdegang sowie ihren Erfahrungen in der Personalberatung und dem Coaching. Nachdem sie über 10 Jahre in der Tourismusberatung und anderen Bereichen tätig war, machte sie sich 2002 mit einem Personalberatungsbüro sowie als Trainerin und Coach für Arbeitssuchende selbstständig.
    Infolgedessen reflektierten die Studierenden im ersten Teil der Veranstaltung die eigenen Stärken und die fachlichen Kompetenzen, um sich daraufhin zu überlegen, auf welche Weise diese in Bewerbungsgesprächen präsentiert werden könnten. Darüber hinaus erläuterte Ingrid Wiederschwinger die diversen Komponenten einer gelungenen Bewerbung. Als zentral erwies sich hierbei, potenziellen ArbeitgeberInnen ein Bild von sich als Person zu vermitteln, das eher auf der Schilderung spezifischer und spezieller Erfahrungen besteht als auf allgemein gehaltenen Formulierungen.
    Der zweite Teil der Veranstaltung bestand aus einem offenen Gespräch und einer Diskussion. Die Fragen der BesucherInnen adressierten die eigenen fachspezifischen Kompetenzen, die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Rolle von Praktika und Auslandserfahrungen für den beruflichen Werdegang. Damit zusammenhängenden Unsicherheiten begegnete Ingrid Wiederschwinger mit der Ermutigung, auf das eigene Können zu vertrauen und sich somit nicht allzu viele sorgenvolle Gedanken hinsichtlich der beruflichen Zukunft zu machen.
     
    foto_erzählcafe wiederschwinger i.jpg

    foto_erzählcafe wiederschwinger ii.jpg

     
  • 11.01.2018: Kora Gouré Bi (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ https://www.giz.de/de/html/index.html).


    Am 11. Januar 2018 fand das dritte Erzählcafé des Wintersemesters 2017/18 statt. Zu Gast war Kora Gouré Bi, langjährige Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Eschborn bei Frankfurt. Den Studierenden berichtete sie an diesem Abend sowohl von ihrem persönlichen Werdegang als auch von ihren Erfahrungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Schon als Studentin unternahm sie Reisen nach Westafrika und im Laufe ihrer Karriere sollte diese Region ihr regionaler Fokus bleiben. So arbeitete Kora Gouré Bi unter anderem als Projektleiterin in Abidjan, Côte d’Ivoire. In Kooperation mit den Behörden vor Ort war es die Aufgabe ihres Teams, die Zirkulation illegaler Schusswaffen zu kontrollieren und legale Waffen zu registrieren. Zuletzt führte sie ihre Tätigkeit nach Jordanien, bevor sie vergangenes Jahr nach Deutschland zurückkehrte.
    Über ihre Herangehensweise sagt Kora Gouré Bi, dass diese stets ethnologischer Natur gewesen sei. In diesem Zuge betont sie die elementare Bedeutung von Einfühlungsvermögen und Aufmerksamkeit gegenüber den Interessen des Gegenübers als grundlegende Merkmale einer ethnologischen Arbeitsweise.
    Aber auch kritische Diskurse der Entwicklungszusammenarbeit wurden an diesem Abend aufgegriffen und diskutiert. Ob die Entwicklungsarbeit „eine Einbahnstraße“ (Studierender) hinsichtlich der Vermittlung „deutsche[r] und europäische[r] Werte"1 sei? Dies verneint Kora Gouré Bi. Wichtig sei hierbei, diese Werte nicht aufzuzwingen und Wissen im Rahmen eines offenen Dialogs auf Augenhöhe zu übermitteln, um auf diese Weise eine zukünftige wirtschaftliche Eigenständigkeit der Partnerländer zu ermöglichen. Die Frage nach der Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit beantwortet Kora Gouré Bi, indem sie betont, dass die Zusammenarbeit zwischen Ländern stets ein Thema sein werde – ob dies jedoch wie bisher in Form einer rein ‚westlichen Expertise’ von statten ginge, würde sich zeigen.
    Zu guter Letzt gab sie den Studierenden der Ethnologie den persönlichen und motivierenden Rat auf den Weg, sich dem zu widmen, was individuell wirklich begeistere und dem man in Anbetracht der Lebenszeit, die man im Beruf verbringt, mit Enthusiasmus folgen könne.

 


 
      foto goure bi i
 
      foto goure bi ii
 
 
  • 25.01.2018: Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte, Hamburg), Nadine Zacharias (Moving Ideas - Filme für Forschung und Kultur, Freiburg), Hannes Bürkel (Kommunales Kino Freiburg)

    Am 26. Januar fand das vorerst letzte Erzählcafé des Wintersemesters 2017/18 statt. Zu Gast waren Bettina Kocher, Nadine Zacharias und Hannes Bürkel, die alle zu unterschiedlichen Zeiten am Institut für Ethnologie studiert hatten und von ihren Erfahrungen rund um das Themen- und Berufsfeld Film berichteten.
    Bettina Kocher ist die Gründerin des „Büros für Kultur- und Medienprojekte“ in Hamburg und arbeitet zudem im „Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit“ in Stuttgart, einer Fachstelle von Brot für die Welt. Nadine Zacharias machte sich als Regisseurin und Produzentin mit „Moving Ideas – Filme für Forschung und Kultur“ in Freiburg selbstständig. Hannes Bürkel wiederum arbeitet beim „Kommunalen Kino“ (KoKi) in Freiburg und beteiligt sich seit vielen Jahren, ab diesem Jahr als Co-Leiter, an der Organisation des „Freiburger Filmforums“ (FiFo).
    Die drei Gäste boten den Studierenden einen spannenden und abwechslungsreichen Einblick in ihre Tätigkeiten und berichteten von ihrem beruflichen Werdegang. Entscheidend für diesen war bei allen vor allem die Leidenschaft für das Medium Film, die sie sich – trotz aller Herausforderungen, die mit diesem Berufsfeld verbunden sind – bis heute bewahren konnten. Dennoch ist es nicht immer leicht, seinen Lebensunterhalt in diesem Feld zu verdienen. So müssen neben all den Visionen und Idealen, die mit der filmischen Arbeit verbunden sind auch Kompromisse eingegangen werden. Dies beinhaltet auch, sich mit der Beantragung finanzieller Fördermittel auseinanderzusetzen, sich an die Bedürfnisse und Wünsche der KundInnen beziehungsweise KinobesucherInnen anzupassen und die erhöhte Nachfrage nach bestimmten Formaten zu berücksichtigen.
    Doch welche Rolle spielt die Ethnologie hinsichtlich ihrer Arbeit? Alle Gäste betonten, dass die Disziplin für ihr Schaffen und ihre Arbeit stets prägend war. Die ethnologische Perspektive zeichnet sich diesbezüglich vor allem darüber aus, als FilmemacherIn und RegisseurIn eine Beobachterposition einzunehmen, den ProtagonistInnen eines Films genügend Freiraum zu geben und diese über einen möglichst langen Zeitraum zu begleiten. In der Betrachtung und Analyse von Filmen wiederum sensibilisiert der ethnologische Blick für die Art und Weise, wie ein Filmprojet umgesetzt wurde, was gezeigt wird und wie dies wiederum auch für die Bildungsarbeit fruchtbar gemacht werden könnte.
    Hierin wird deutlich, wie vielfältig die Arbeit mit dem Medium Film sein kann, sodass es sich lohnt all die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen und zu meistern. Und so ermutigte der Besuch unserer drei Gäste des Erzählcafés dazu, sich hinsichtlich der eigenen Interessen nicht verunsichern zu lassen und sich durch Praktika, Volontariate und eigene Projekte Einblick in dieses spannende Themen- und Berufsfeld zu verschaffen.
    Somit fand die stets gut besuchte Veranstaltungsreihe der Erzählcafés einen eindrucksvollen und aufschlussreichen Abschluss und kann dank des Engagements der Fachschaft Ethnologie im folgenden Semester fortgesetzt werden.

    Links zu den jeweiligen Institutionen und Unternehmen:
    •    Büro für Kultur- und Medienprojekte in Hamburg mit den beiden Projekten KinderKulturKarawane und dem Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
    •    Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit in Stuttgart(Fachstelle von Brot für die Welt)
    •      „Moving Ideas – Filme für Forschung und Kultur“
    •    Portfolio/ YOUTUBEKANAL Moving Ideas: www.youtube.com/channel/UCY0NvnVU7BwjTsWzvS8Vbug
    •    Kommunales Kino Freiburg (KoKi)
    •    Freiburger Filmforum (FiFo)

    erzählcafe i 25.1.2018

    e-café 25.1.

 

Benutzerspezifische Werkzeuge