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GGE-Vortrag mit Philipp Schröder & René Trappel: "Zukunft entlang Chinas 'Neuer Seidenstraße': Staatliche Visionen und Alltagsrealitäten"

Vortragsreihe der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie mit dem Thema "Zukunft?! und globaler Wandel". In welcher Welt wollen wir leben? Und wie lässt sich eine bessere Zukunft mit Transformationen schon heute anstoßen? Aktuelle Bewegungen, wie Fridays For Future zeigen auf, wie drängend diese Fragen sich unserer Gesellschaft und insbesondere auch der Wissenschaft stellen. In der Votragsreihe werden Fragen an mögliche Zukünfte, Visionen, deren Chancen und Grenzen vorgestellt und debattiert.
Wann 03.02.2022
von 18:15 bis 19:45
Wo HS 1221, KG1
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Am Donnerstag, den 03.02.22 um 18 Uhr c.t. im Hörsaal 1221 des KG I berichten Dr. Philipp Schröder und Dr. René Trappel der Universität Freiburg zum Thema: Zukunft entlang Chinas “Neuer Seidenstraße”: Staatliche Visionen und Alltagsrealitäten. 

Die von Xi Jinping im Jahr 2013 zuerst an der kasachischen Nazarbayev-Universität verkündete Initiative zum Aufbau einer “Neuen Seidenstraße” ist eine umfassende und langfristige Vision zur Vernetzung der Welt – unter der Schirmherrschaft Chinas. Die offizielle Motivation hierfür ist das Interesse am Aufbau einer „Gemeinschaft für eine gemeinsame Zukunft“, die für eine „offene, inklusive, saubere und schöne Welt“ eintritt und langfristigen Frieden, umfassende Sicherheit und geteilten Wohlstand garantiert. Bislang thematisieren Beobachter jedoch vorrangig die Integrationsfähigkeit neuer wirtschaftlicher Korridore, die möglichen Verschiebungen in der geopolitischen Tektonik sowie die zugrundeliegenden Intentionen dieser Initiative. Außer acht gelassen wird dabei oft die Rezeption derart grenzüberschreitender Entwicklungsambitionen unter der Bevölkerung in den Zielgebieten. Der Vortrag stellt ein aktuelles Forschungsvorhaben an der Universität Freiburg vor, bei dem lokale und alltägliche Reaktionen in Chinas Nachbarland Kasachstan und in den chinesischen Grenzregionen im Zentrum stehen. Dies verdeutlicht, dass zur Realität der Neuen Seidenstraße eben nicht nur neue Transportwege, der Rohstoffaustausch und Bildungskooperationen gehören, sondern auch politische Prioritäten vor Ort sowie Ressentiments gegenüber chinesischer Zuwanderung, finanzieller Abhängigkeit und der Behandlung von Minderheiten.

Weitere Termine und Vorträge finden Sie im angehängten Flyer des GGE und in den Terminankündigungen auf unserer Website.

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