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Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte, Hamburg), Nadine Zacharias (Moving Ideas - Filme für Forschung und Kultur, Freiburg), Hannes Bürkel (Kommunales Kino Freiburg)

25.01.2018

Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte, Hamburg), Nadine Zacharias (Moving Ideas - Filme für Forschung und Kultur, Freiburg), Hannes Bürkel (Kommunales Kino Freiburg)

Am 26. Januar fand das vorerst letzte Erzählcafé des Wintersemesters 2017/18 statt. Zu Gast waren Bettina Kocher, Nadine Zacharias und Hannes Bürkel, die alle zu unterschiedlichen Zeiten am Institut für Ethnologie studiert hatten und von ihren Erfahrungen rund um das Themen- und Berufsfeld Film berichteten.
Bettina Kocher ist die Gründerin des „Büros für Kultur- und Medienprojekte“ in Hamburg und arbeitet zudem im „Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit“ in Stuttgart, einer Fachstelle von Brot für die Welt. Nadine Zacharias machte sich als Regisseurin und Produzentin mit „Moving Ideas – Filme für Forschung und Kultur“ in Freiburg selbstständig. Hannes Bürkel wiederum arbeitet beim „Kommunalen Kino“ (KoKi) in Freiburg und beteiligt sich seit vielen Jahren, ab diesem Jahr als Co-Leiter, an der Organisation des „Freiburger Filmforums“ (FiFo).
Die drei Gäste boten den Studierenden einen spannenden und abwechslungsreichen Einblick in ihre Tätigkeiten und berichteten von ihrem beruflichen Werdegang. Entscheidend für diesen war bei allen vor allem die Leidenschaft für das Medium Film, die sie sich – trotz aller Herausforderungen, die mit diesem Berufsfeld verbunden sind – bis heute bewahren konnten. Dennoch ist es nicht immer leicht, seinen Lebensunterhalt in diesem Feld zu verdienen. So müssen neben all den Visionen und Idealen, die mit der filmischen Arbeit verbunden sind auch Kompromisse eingegangen werden. Dies beinhaltet auch, sich mit der Beantragung finanzieller Fördermittel auseinanderzusetzen, sich an die Bedürfnisse und Wünsche der KundInnen beziehungsweise KinobesucherInnen anzupassen und die erhöhte Nachfrage nach bestimmten Formaten zu berücksichtigen.
Doch welche Rolle spielt die Ethnologie hinsichtlich ihrer Arbeit? Alle Gäste betonten, dass die Disziplin für ihr Schaffen und ihre Arbeit stets prägend war. Die ethnologische Perspektive zeichnet sich diesbezüglich vor allem darüber aus, als FilmemacherIn und RegisseurIn eine Beobachterposition einzunehmen, den ProtagonistInnen eines Films genügend Freiraum zu geben und diese über einen möglichst langen Zeitraum zu begleiten. In der Betrachtung und Analyse von Filmen wiederum sensibilisiert der ethnologische Blick für die Art und Weise, wie ein Filmprojet umgesetzt wurde, was gezeigt wird und wie dies wiederum auch für die Bildungsarbeit fruchtbar gemacht werden könnte.
Hierin wird deutlich, wie vielfältig die Arbeit mit dem Medium Film sein kann, sodass es sich lohnt all die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen und zu meistern. Und so ermutigte der Besuch unserer drei Gäste des Erzählcafés dazu, sich hinsichtlich der eigenen Interessen nicht verunsichern zu lassen und sich durch Praktika, Volontariate und eigene Projekte Einblick in dieses spannende Themen- und Berufsfeld zu verschaffen.
Somit fand die stets gut besuchte Veranstaltungsreihe der Erzählcafés einen eindrucksvollen und aufschlussreichen Abschluss und kann dank des Engagements der Fachschaft Ethnologie im folgenden Semester fortgesetzt werden.Links zu den jeweiligen Institutionen und Unternehmen:
•    Büro für Kultur- und Medienprojekte in Hamburg mit den beiden Projekten KinderKulturKarawane und dem Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
•    Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit in Stuttgart(Fachstelle von Brot für die Welt)
•      „Moving Ideas – Filme für Forschung und Kultur“
•    Portfolio/ YOUTUBEKANAL Moving Ideas: www.youtube.com/channel/UCY0NvnVU7BwjTsWzvS8Vbug
•    Kommunales Kino Freiburg (KoKi)
•    Freiburger Filmforum (FiFo)

Erzählcafe I 25.1.2018

E-Café 25.1.